Der häufigste Fehler von Ärzten bei Aktien-Einzelwerten ist die Übergewichtung von Pharma- und Gesundheitsaktien, die ein Klumpenrisiko mit dem eigenen Berufseinkommen schafft – denn eine Krise im Gesundheitssektor trifft dann sowohl das Gehalt als auch das Depot. Weitere typische Fehler sind die mangelnde Diversifikation (zu wenige Titel), emotionale Kauf- und Verkaufsentscheidungen und die Unterschätzung des Zeitaufwands für Einzelaktien-Analyse.
Hintergrund
Ärzte neigen dazu, in Branchen zu investieren, die sie fachlich verstehen – das ist grundsätzlich nachvollziehbar, führt aber zur Risikokonzentration. Empfohlen wird eine breite Streuung über mindestens 30–50 Titel verschiedener Branchen und Regionen. Alternativ bieten breit gestreute ETFs eine einfachere und oft renditestärkere Lösung.
Wann gilt das nicht?
Für Ärzte mit einem kleinen spekulativen Anteil (maximal 10 % des Portfolios) können Einzelaktien eine sinnvolle Ergänzung zu einem ETF-Kerndepot sein. Auch für Ärzte mit echtem Interesse an Aktienanalyse kann die aktive Auswahl lehrreich sein.
Ärzteversichert berät Ärztinnen und Ärzte zur Integration von Kapitalanlagen in die Gesamtvorsorgestrategie und warnt vor typischen Anlagefehlern.
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