Der häufigste Fehler beim Auszahlplan im Ruhestand ist eine zu hohe Entnahmerate in den ersten Jahren, die das Langlebigkeitsrisiko unterschätzt – die sogenannte Sequence-of-Returns-Gefahr kann bei ungünstigem Markteinstieg das Vermögen schneller aufzehren als geplant. Viele Ärzte berücksichtigen zudem nicht die unterschiedliche Besteuerung von Versorgungswerk-Rente, privater Rentenversicherung und Kapitalerträgen.

Hintergrund

Die Entnahmestrategie sollte auf drei Säulen aufbauen: Versorgungswerk (nachgelagert besteuert), private Altersvorsorge (Ertragsanteilbesteuerung) und frei verfügbares Depot (Abgeltungsteuer auf Gewinne). Ein optimierter Auszahlplan beginnt mit der Entnahme aus der steuerlich günstigsten Quelle und staffelt die Bezüge so, dass der persönliche Grenzsteuersatz möglichst niedrig bleibt. Die häufig empfohlene 4-Prozent-Regel stammt aus dem US-Markt und ist auf deutsche Steuerverhältnisse nicht direkt übertragbar.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit sehr hohen Versorgungswerk-Ansprüchen, die bereits den gesamten Lebensunterhalt abdecken, benötigen keinen komplexen Auszahlplan für das Zusatzvermögen. Ebenso entfällt die Steueroptimierung weitgehend, wenn sämtliche Einkünfte unter dem Grundfreibetrag liegen.

Ärzteversichert berät Ärzte zur Strukturierung ihrer Altersvorsorge und zur steuereffizienten Entnahmeplanung im Ruhestand.

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