Der häufigste Fehler bei Disease-Management-Programmen (DMP) ist die lückenhafte Dokumentation der vorgeschriebenen Verlaufsparameter, die zum Ausschluss des Patienten aus dem Programm und zum Verlust der extrabudgetären DMP-Vergütung führt. Viele Praxen schreiben zudem nicht alle geeigneten Patienten ein und verschenken damit budgetfreies Honorar.

Hintergrund

DMP sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke (Diabetes Typ 1 und 2, KHK, Asthma, COPD, Brustkrebs). Die DMP-Vergütung ist extrabudgetär und wird zusätzlich zum Regelleistungsvolumen gezahlt, je nach KV und Programm 20–80 Euro pro Quartal und Patient. Die Dokumentation muss fristgerecht (meist innerhalb von 10 Tagen nach dem Quartal) elektronisch übermittelt werden. Fehler: verspätete Dokumentation, fehlende Laborwerte oder Untersuchungsergebnisse, keine Schulungsempfehlung und versäumte Wiedereinschreibung nach Programmende.

Wann gilt das nicht?

Privatpatienten sind nicht in DMP-Programmen eingeschrieben, hier fehlt der strukturierte Rahmen der GKV. Ärzte ohne Genehmigung zur DMP-Teilnahme können das Programm nicht anbieten.

Ärzteversichert berücksichtigt DMP-Einnahmen bei der Praxis-Finanzplanung und weist auf die Bedeutung dieser extrabudgetären Honorarquelle für niedergelassene Ärzte hin.

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