Der häufigste Fehler bei Entnahmestrategien für das Portfolio ist die starre Anwendung einer festen Entnahmerate (z. B. 4-%-Regel) ohne Berücksichtigung des aktuellen Marktumfelds – in Phasen fallender Kurse zu Beginn der Entnahmephase (Sequence-of-Returns-Risiko) kann eine feste Entnahme das Vermögen drastisch schneller aufzehren als erwartet. Viele Ärzte passen ihre Entnahmerate nicht dynamisch an die Portfolioentwicklung an.

Hintergrund

Bewährte Entnahmestrategien: feste Entnahme mit jährlicher Inflationsanpassung (einfach, aber riskant bei Markteinbrüchen), prozentuale Entnahme vom jeweiligen Portfoliowert (flexibel, aber schwankende Einkünfte), Bucket-Strategie (Aufteilung in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Töpfe) und die dynamische Entnahme mit Ober- und Untergrenze. Steuerliche Optimierung: Entnahmen aus verschiedenen Quellen (Versorgungswerk, Depot, Rentenversicherung) unterschiedlich besteuert – die Reihenfolge der Entnahmen beeinflusst die Gesamtsteuerlast erheblich.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit ausreichend hoher Versorgungswerk-Rente, die den Lebensunterhalt vollständig deckt, benötigen keine komplexe Entnahmestrategie. Bei vermieteten Immobilien als Haupteinnahmequelle im Alter gelten andere Planungsparameter.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der Entwicklung einer steuereffizienten Entnahmestrategie, die Versorgungswerk-Rente, private Vorsorge und Kapitalvermögen optimal kombiniert.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →