Der häufigste Fehler bei der Existenzgründung nach der Klinik ist die unzureichende finanzielle Planung der Anlaufphase – viele Ärzte unterschätzen, dass in den ersten 6–12 Monaten nach Praxisgründung oder -übernahme die Einnahmen deutlich unter den laufenden Kosten liegen können, da KV-Honorarabrechnungen erst mit Verzögerung ausgezahlt werden und der Patientenstamm erst aufgebaut werden muss.

Hintergrund

Die Existenzgründung erfordert eine umfassende Vorbereitung in mehreren Bereichen: Finanzierung (Praxiskredit, KfW-Gründerkredit, Eigenkapital), Standortanalyse, Rechtsformwahl, Versicherungsumstellung (von Angestellten- auf Selbstständigen-Absicherung), KV-Zulassung und Businessplan. Fehler: keine Liquiditätsreserve für die Anlaufphase (mindestens 3–6 Monatskosten), Versicherungslücke beim Wechsel vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit (Krankentagegeld, BU-Anpassung, Berufshaftpflicht), keine Rücksprache mit einem auf Heilberufe spezialisierten Bankberater und fehlende Unterstützung durch einen Praxisberater.

Wann gilt das nicht?

Bei einer Praxisübernahme mit bestehendem Patientenstamm ist die Anlaufphase kürzer. MVZ-Gründungen in der GmbH-Form erfordern eine andere Finanzierungsstruktur.

Ärzteversichert begleitet Ärzte von der Klinik in die Niederlassung und stellt sicher, dass der Versicherungsschutz nahtlos an die neue Berufssituation angepasst wird.

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