Der häufigste Fehler bei der Vorbereitung auf die Facharztprüfung ist das unvollständige oder lückenhafte Logbuch – fehlende dokumentierte Eingriffe, Untersuchungen oder Richtzahlen führen dazu, dass die Ärztekammer die Zulassung zur Prüfung verweigert oder der Antrag zurückgestellt wird. Viele Assistenzärzte beginnen erst kurz vor der Anmeldung mit der systematischen Dokumentation.
Hintergrund
Die Facharztprüfung wird von der zuständigen Landesärztekammer durchgeführt. Die Zulassungsvoraussetzungen umfassen: Nachweis der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit, vollständiges Logbuch mit allen geforderten Richtzahlen, Weiterbildungszeugnisse aller Ausbilder und je nach Kammer weitere Unterlagen. Die Prüfung selbst ist ein 30–45-minütiges Fachgespräch. Fehler bei der Vorbereitung: keine regelmäßige Absprache mit dem Weiterbildungsbefugten, fehlende Rotationsstationen für Pflichtbereiche, keine Prüfungssimulation und unzureichende Kenntnis der aktuellen Leitlinien des eigenen Fachgebiets.
Wann gilt das nicht?
Für Zusatzbezeichnungen gelten eigene, meist kürzere Weiterbildungsanforderungen. Bei einer Wiederholungsprüfung nach Nichtbestehen variieren die Wartefristen je nach Ärztekammer.
Ärzteversichert empfiehlt Assistenzärzten, mit der Facharztanerkennung auch die Versicherungssituation zu aktualisieren – insbesondere BU-Nachversicherung und Berufshaftpflicht.
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