Der häufigste Fehler bei der Facharztprüfung ist die mangelhafte Kenntnis der aktuellen Leitlinien und Behandlungsstandards des eigenen Fachgebiets – die Prüfer fragen gezielt nach evidenzbasiertem Vorgehen, und wer nur auf klinische Erfahrung ohne Leitlinienwissen setzt, fällt auf. Ebenso problematisch sind formale Fehler: fehlende Weiterbildungszeugnisse und nicht erfüllte Richtzahlen.

Hintergrund

Die Facharztprüfung ist eine mündliche Prüfung vor einem Gremium von mindestens drei Fachärzten der Ärztekammer. Inhaltlich werden klinische Fallbeispiele, diagnostische Vorgehensweisen und therapeutische Entscheidungen abgefragt. Die Durchfallquote liegt je nach Fachrichtung und Ärztekammer bei 5–15 %. Häufige inhaltliche Fehler: keine strukturierte Herangehensweise an Fallbeispiele, fehlende Differentialdiagnostik, unzureichende Kenntnis der Notfallmedizin im Fachgebiet und keine Antworten zu interdisziplinären Schnittstellen.

Wann gilt das nicht?

Bei bestimmten Zusatzweiterbildungen (z. B. Notfallmedizin, Palliativmedizin) erfolgt die Prüfung in abgewandelter Form oder entfällt zugunsten von Kursnachweisen. In manchen Bundesländern gibt es für bestimmte Fachrichtungen Sonderregelungen.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, mit der Facharztanerkennung die BU-Versicherung an die neue Berufsbezeichnung anzupassen und die Nachversicherungsgarantie zu nutzen.

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