Der häufigste Fehler bei der fondsgebundenen Rentenversicherung für Ärzte ist der Abschluss eines Tarifs mit hohen Effektivkosten (über 1,5–2 % p.a.), die über 30 Jahre Laufzeit den Ertrag um 30–40 % gegenüber einem kostengünstigen ETF-Depot reduzieren können. Viele Ärzte werden über Strukturvertriebe an teure Tarife mit hohen Abschlussprovisionen vermittelt, ohne die Kostenquote zu kennen.
Hintergrund
Die fondsgebundene Rentenversicherung kombiniert eine Rentenversicherung mit Fondsanlage und bietet steuerliche Vorteile: In der Ansparphase fallen keine Abgeltungsteuer auf Umschichtungen an, in der Auszahlphase wird nur der Ertragsanteil besteuert. Allerdings sind die Gesamtkosten entscheidend: Abschlusskosten (bis zu 2,5 % der Beitragssumme), Verwaltungskosten (0,3–1 % p.a.) und Fondskosten (0,2–2 % p.a.). Nettopolicen ohne Abschlussprovision sind deutlich günstiger. Fehler: Abschluss ohne Kostenvergleich, keine ETF-basierte Fondsauswahl, fehlende Flexibilität bei Beitragsanpassung und Nichtbeachtung der Mindestlaufzeit.
Wann gilt das nicht?
Für Ärzte mit hohem Grenzsteuersatz und langem Anlagehorizont (über 20 Jahre) kann eine kostengünstige fondsgebundene Rentenversicherung steuerlich vorteilhafter sein als ein ETF-Depot. Bei kurzen Laufzeiten oder niedrigem Steuersatz ist das ETF-Depot die bessere Wahl.
Ärzteversichert vergleicht fondsgebundene Rentenversicherungen anhand der Effektivkostenquote und empfiehlt Nettopolicen mit ETF-basierter Fondsauswahl.
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