Der häufigste Fehler beim gematik-IDP-Dienst (Identity Provider) ist die fehlerhafte Konfiguration der Authentifizierung in der Praxis-Software – ohne korrekte Anbindung an den zentralen IDP der gematik können Ärzte nicht auf TI-Anwendungen wie ePA, E-Rezept und KIM zugreifen. Viele Praxen bemerken das Problem erst, wenn die Anwendung im Praxisalltag benötigt wird.
Hintergrund
Der gematik-IDP-Dienst stellt die sichere Identifizierung und Authentifizierung von Leistungserbringern in der Telematikinfrastruktur sicher. Die Authentifizierung erfolgt über den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) oder die Praxis-SMC-B-Karte. Voraussetzungen: aktueller Konnektor mit IDP-Modul, gültiger eHBA und SMC-B-Karte, freigeschaltete PVS-Software und stabile Internetverbindung. Fehler: abgelaufene SMC-B-Karte ohne rechtzeitige Neubeantragung (Lieferzeit 4–6 Wochen), keine PIN-Freischaltung des eHBA, veraltete PVS-Version ohne IDP-Unterstützung und fehlende Notfallprozedur bei IDP-Störungen.
Wann gilt das nicht?
Praxen mit einem TI-as-a-Service-Modell (Cloud-Konnektor) haben einen vereinfachten Authentifizierungsprozess. Bei privatärztlichen Praxen ohne TI-Pflicht ist der IDP-Dienst optional.
Ärzteversichert empfiehlt eine Cyber-Versicherung, die auch Betriebsunterbrechungen durch TI-Störungen und IDP-Ausfälle abdeckt.
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