Der häufigste Fehler bei der Wahl zwischen Honorarberatung und Provisionsberatung ist die Annahme, dass Honorarberatung automatisch besser und objektiver ist als provisionsbasierte Beratung. Beide Modelle haben Stärken und Schwächen – entscheidend ist die Transparenz über die tatsächlichen Kosten und mögliche Interessenkonflikte. Viele Ärzte zahlen für Honorarberatung einen hohen Stundensatz, ohne zu prüfen, ob die empfohlenen Produkte netto tatsächlich günstiger sind.
Hintergrund
Honorarberater rechnen nach §34d GewO direkt mit dem Kunden ab und erhalten keine Provision vom Produktanbieter. Der Stundensatz liegt typischerweise zwischen 150 und 300 Euro. Provisionsberater werden vom Produktanbieter vergütet, was zu Interessenkonflikten führen kann, aber nicht muss. Ein häufiger Fehler ist es, die Gesamtkosten beider Modelle nicht zu vergleichen: Bei Nettotarifen ohne Provision sind die laufenden Produktkosten oft niedriger, doch das Beratungshonorar kann diese Ersparnis aufzehren.
Wann gilt das nicht?
Bei standardisierten Produkten wie Kfz-Versicherungen ist der Provisionssatz so gering, dass eine Honorarberatung wirtschaftlich unsinnig ist. Bei komplexen Altersvorsorge- oder Praxisfinanzierungsentscheidungen überwiegt dagegen oft der Vorteil unabhängiger Beratung.
Ärzteversichert arbeitet mit transparenten Vergütungsmodellen und legt Ärzten offen, welche Kosten bei welchem Beratungsweg entstehen.
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