Der häufigste Fehler von Ärzten im Kontext von Klimawandel und Gesundheit ist die Nichtberücksichtigung klimabedingter Krankheitsbilder wie Hitzeschlag, Dehydration bei Älteren und allergische Erkrankungen durch verlängerte Pollensaisons in der Praxisplanung. Viele Praxen verfügen zudem nicht über einen Hitzeschutzplan, obwohl die Bundesärztekammer dies für vulnerable Patientengruppen empfiehlt. Auch die Auswirkungen auf die eigene Praxisinfrastruktur werden unterschätzt.
Hintergrund
Klimabedingte Gesundheitsbelastungen nehmen zu: verlängerte Allergiesaisons, neue Vektorerkrankungen (z. B. durch die Asiatische Tigermücke) und hitzebedingte Herz-Kreislauf-Notfälle. Typische Fehler: keine Anpassung der Sprechzeitenplanung an Hitzeperioden, fehlende Klimatisierung der Praxisräume und Nichtberücksichtigung erhöhter Notdienstbelastung in Extremwetterlagen. Auch die Versicherung der Praxis gegen Elementarschäden wie Starkregen und Überflutung wird oft nicht abgeschlossen.
Wann gilt das nicht?
Praxen in klimatisch begünstigten Regionen ohne Extremwetterrisiko haben geringeren Anpassungsbedarf. Telemedizinpraxen sind von Hitzeschutzpflichten für Praxisräume nicht betroffen.
Ärzteversichert empfiehlt Ärzten eine umfassende Elementarschadenversicherung und berät zur klimaresilienten Praxisgestaltung.
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