Der häufigste Fehler beim Notfalldatenmanagement (NFDM) ist die unvollständige Pflege der Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), insbesondere bei Allergien, Dauermedikation und Implantaten. Viele Praxen versäumen zudem die regelmäßige Aktualisierung der Notfalldaten bei Therapieänderungen und rechnen die dafür vorgesehenen EBM-Vergütungsziffern nicht ab. Auch die Einwilligung des Patienten zur Speicherung wird nicht dokumentiert.
Hintergrund
Das NFDM ermöglicht die Speicherung lebenswichtiger medizinischer Informationen auf der eGK, die im Notfall von jedem Arzt mit eHBA ausgelesen werden können. Typische Fehler: keine systematische Identifikation der Patienten mit Notfalldatenbedarf (chronisch Kranke, Multimorbide, Allergiker), fehlende Verknüpfung mit der Medikamentenliste und Nichtbeachtung der Datenschutzanforderungen bei der Speicherung. Die Anlage und Aktualisierung wird über spezifische EBM-Ziffern vergütet.
Wann gilt das nicht?
Für gesunde Patienten ohne relevante Vorerkrankungen ist das NFDM nicht erforderlich. Privatversicherte ohne eGK können das NFDM nicht nutzen.
Ärzteversichert informiert Praxen über die korrekte technische Umsetzung des NFDM und die Absicherung gegen Datenschutzrisiken.
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