Der häufigste Fehler bei der Online-Terminbuchung in der Arztpraxis ist die Nutzung eines Systems ohne ausreichende DSGVO-Konformität – viele Anbieter speichern Patientendaten auf Servern außerhalb der EU oder verwenden die Daten für eigene Marketingzwecke. Auch die fehlende Integration in das Praxisverwaltungssystem (PVS) führt zu Doppelbuchungen und erhöhtem Verwaltungsaufwand. Zudem wird die Online-Terminbuchung häufig ohne klare Termintypen-Differenzierung eingerichtet.

Hintergrund

Online-Terminbuchungssysteme wie Doctolib, Samedi oder Dr. Flex müssen den Anforderungen der DSGVO und der ärztlichen Schweigepflicht entsprechen. Typische Fehler: kein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter, fehlende Patienten-Authentifizierung vor der Buchung und keine automatische Erinnerungsfunktion zur Reduktion von No-Shows. Auch die Konfiguration der buchbaren Zeitfenster wird oft zu starr oder zu flexibel gestaltet.

Wann gilt das nicht?

Praxen mit ausschließlich telefonischer Terminvergabe und geringer Patientenfluktuation profitieren weniger von Online-Buchungssystemen. Bei spezialisierten Fachpraxen mit langen Behandlungszeiten ist eine individuelle Terminplanung oft sinnvoller.

Ärzteversichert berät Praxen zur datenschutzkonformen Digitalisierung und empfiehlt Cyberversicherungen für die digitale Praxisinfrastruktur.

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