Der häufigste Fehler beim Praxis-Benchmarking ist der Vergleich mit einer unpassenden Referenzgruppe – eine Einzelpraxis in ländlicher Region kann nicht sinnvoll mit einer Gemeinschaftspraxis in der Großstadt verglichen werden. Viele Ärzte nutzen zudem nur oberflächliche Kennzahlen wie Umsatz pro Quartal, ohne die Kostenstruktur, Personalquote und Fallwerte zu analysieren. Auch die fehlende konsequente Umsetzung identifizierter Optimierungspotenziale macht das Benchmarking wirkungslos.

Hintergrund

Ein sinnvolles Praxis-Benchmarking vergleicht Kennzahlen wie Umsatz je Arzt, Personalkosten in Prozent vom Umsatz, Fallzahl, Fallwert und Privatpatientenanteil mit einer fachgruppen- und regionsspezifischen Vergleichsgruppe. Typische Fehler: keine Berücksichtigung des Leistungsspektrums bei der Vergleichsgruppe, fehlende Zeitreihenanalyse (Entwicklung über mehrere Quartale) und Nichtbeachtung der Kostenstruktur-Unterschiede zwischen Praxisformen.

Wann gilt das nicht?

Hochspezialisierte Nischenpraxen finden oft keine passende Vergleichsgruppe. Neu gegründete Praxen in der Aufbauphase sind mit etablierten Praxen nicht vergleichbar.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der wirtschaftlichen Praxisanalyse und empfiehlt Optimierungsmaßnahmen auf Basis fundierter Benchmarks.

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