Der häufigste Fehler beim Praxis-Controlling ist das vollständige Fehlen eines regelmäßigen Kennzahlen-Monitorings – viele Ärzte erfahren erst bei der Jahresabschlusserstellung vom Steuerberater, ob die Praxis wirtschaftlich gut gelaufen ist. Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) wird monatlich erstellt, aber von den meisten Praxisinhabern nicht gelesen oder verstanden. Auch die Trennung zwischen Umsatzentwicklung und Kostenentwicklung wird häufig nicht vorgenommen.
Hintergrund
Praxis-Controlling umfasst die regelmäßige Analyse von Umsatz, Kosten, Liquidität und Rentabilität. Typische Fehler: keine Definition von Soll-Kennzahlen (z. B. Personalkostenquote unter 30 %), fehlende quartalsweise Vergleichsanalyse und Nichtberücksichtigung der KV-Honorarabrechnung in der Finanzplanung. Auch die Unterscheidung zwischen fixen und variablen Kosten wird selten systematisch vorgenommen.
Wann gilt das nicht?
Angestellte Ärzte ohne Praxisverantwortung benötigen kein Praxis-Controlling. MVZ mit eigener Verwaltung haben professionellere Controlling-Strukturen.
Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern eine regelmäßige Wirtschaftlichkeitsanalyse und berät zur optimalen Kostenstruktur einschließlich Versicherungskosten.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →