Der häufigste Fehler bei der privaten Rentenversicherung für Ärzte ist der Abschluss kostenintensiver Policen mit hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die die Rendite über Jahrzehnte erheblich schmälern. Gerade Ärzte mit hohem Einkommen werden häufig Ziel provisionsstarker Angebote, die nicht zur individuellen Vorsorgesituation passen. Die Effektivkostenquote sollte vor Abschluss immer transparent verglichen werden.
Hintergrund
Private Rentenversicherungen gibt es als klassische, fondsgebundene oder hybride Varianten. Häufige Fehler im Detail:
- Garantiezins überbewertet: Ein hoher Garantiezins klingt attraktiv, geht aber oft mit geringerer Überschussbeteiligung und höheren Kosten einher.
- Versorgungswerk-Ansprüche nicht berücksichtigt: Ärzte erhalten bereits über das berufsständische Versorgungswerk eine Basisrente – eine zusätzliche private Rentenversicherung sollte ergänzend und nicht doppelnd wirken.
- Keine Flexibilität bei Beitragspausen: Während Elternzeit, Weiterbildung oder Praxisgründung sollten Beiträge reduziert oder ausgesetzt werden können.
- Steuerliche Behandlung nicht geprüft: Je nach Schicht (Rürup, Riester, Schicht 3) unterscheidet sich die Besteuerung in der Anspar- und Auszahlungsphase erheblich.
Wann gilt das nicht?
Ärzte mit bereits ausreichender Versorgung über Versorgungswerk, Immobilien und Wertpapierdepot benötigen nicht zwingend eine zusätzliche private Rentenversicherung. Auch bei kurzer Restlaufzeit bis zum Ruhestand ist eine Police oft nicht mehr sinnvoll.
Ärzteversichert vergleicht private Rentenversicherungen unabhängig und berücksichtigt dabei die gesamte Vorsorgesituation von Ärzten.
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