Der häufigste Fehler bei einem ruhenden PKV-Vertrag ist der Verzicht auf eine Anwartschaftsversicherung, wodurch die aufgebauten Altersrückstellungen verloren gehen und bei Rückkehr in die PKV eine erneute Gesundheitsprüfung mit möglichen Risikozuschlägen oder Ausschlüssen erforderlich wird. Eine Anwartschaftsversicherung kostet monatlich zwischen 30 und 150 Euro, sichert aber den gesamten bisherigen Versicherungsstatus. Ärzte, die temporär ins Ausland gehen oder in die GKV wechseln, sollten diese Option unbedingt prüfen.
Hintergrund
Ein PKV-Vertrag kann aus verschiedenen Gründen ruhen – etwa bei Wechsel in die GKV, Auslandstätigkeit oder Elternzeit. Typische Fehler:
- Kleine Anwartschaft statt große gewählt: Die große Anwartschaft sichert den konkreten Tarif mit allen Leistungen, die kleine nur den Zugang zur PKV ohne Gesundheitsprüfung.
- Fristen versäumt: Die Anwartschaft muss vor oder zeitgleich mit der Ruhendstellung beantragt werden – eine nachträgliche Beantragung ist oft nicht möglich.
- Zusatzversicherungen vergessen: BU-Zusatzversicherungen oder Pflegetagegeld im PKV-Vertrag gehen ohne separate Anwartschaft ebenfalls verloren.
- Rückkehrrecht nicht geprüft: Manche Tarife sehen ein zeitlich begrenztes Rückkehrrecht ohne Gesundheitsprüfung vor.
Wann gilt das nicht?
Bei dauerhaftem Wechsel in die GKV ohne Rückkehrabsicht ist eine Anwartschaft wirtschaftlich nicht sinnvoll. Auch bei Ruhendstellung unter drei Monaten greifen häufig tarifliche Übergangsregelungen.
Ärzteversichert berät Ärzte zur optimalen Gestaltung bei PKV-Ruhendstellung und sichert den bestehenden Versicherungsschutz langfristig ab.
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