Der häufigste Fehler bei der Sofortrente für Ärzte ist der Abschluss ohne Vergleich der Rentenfaktoren verschiedener Anbieter, die bei identischem Einmalbeitrag zu monatlichen Rentenunterschieden von 20–30 % führen können. Die Sofortrente wandelt einen Einmalbetrag in lebenslange monatliche Zahlungen um – typischerweise aus einem Praxisverkaufserlös oder einer Erbschaft. Die Rendite hängt maßgeblich von der Lebenserwartung und dem aktuellen Rechnungszins ab.
Hintergrund
Die Sofortrente kann für Ärzte im Übergang zum Ruhestand ein sinnvolles Instrument sein. Häufige Fehler:
- Rentengarantiezeit zu kurz: Ohne oder mit zu kurzer Rentengarantiezeit verfällt das Restkapital bei frühem Tod zugunsten des Versicherers – eine Garantiezeit von 10–20 Jahren ist empfehlenswert.
- Inflationsschutz fehlt: Eine konstante Rente verliert über 20 Jahre erheblich an Kaufkraft – dynamische Rentensteigerungen sollten vereinbart werden.
- Steuerliche Behandlung nicht geprüft: Sofortrenten aus Schicht 3 werden nur mit dem Ertragsanteil besteuert (z. B. 18 % bei Rentenbeginn mit 65) – das ist steuerlich günstiger als viele Alternativen.
- Gesamtes Kapital verrentet: Wer den kompletten Verkaufserlös in eine Sofortrente einzahlt, verliert jegliche Liquiditätsreserve.
Wann gilt das nicht?
Bei kurzer statistischer Lebenserwartung (z. B. aufgrund schwerer Vorerkrankung) ist die Sofortrente finanziell ungünstig. Auch bei bereits ausreichender Rentenhöhe aus Versorgungswerk und privater Vorsorge ist eine Sofortrente nicht erforderlich.
Ärzteversichert vergleicht Sofortrenten-Angebote für Ärzte und berechnet, ob eine Verrentung oder ein Auszahlplan die bessere Lösung ist.
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