Der häufigste Fehler bei der Absicherung einer urologischen Praxis ist die Wahl einer Standard-Berufshaftpflicht ohne Berücksichtigung der fachspezifischen Risiken durch ambulante Operationen, endoskopische Eingriffe und PSA-Screening-Diagnostik. Urologische Eingriffe wie TUR-P, Vasektomie oder Zystoskopie haben eigene Haftungsszenarien, die in der Deckungssumme und den Versicherungsbedingungen abgebildet sein müssen. Ein operativ tätiger Urologe benötigt höhere Deckungssummen als ein rein konservativ arbeitender Kollege.
Hintergrund
Die urologische Praxis hat ein eigenständiges Risikoprofil:
- Ambulante OPs nicht separat versichert: Ambulantes Operieren erfordert eine erweiterte Berufshaftpflicht und eine Betriebsunterbrechungsversicherung für den OP-Bereich.
- PSA-Screening-Haftung unterschätzt: Falsch-negative PSA-Befunde bei Prostatakrebs sind eine häufige Haftungsursache – die Dokumentation der Aufklärung ist entscheidend.
- Medizingeräte unzureichend versichert: Ultraschallgeräte, Lasergeräte und Endoskopie-Equipment haben hohe Wiederbeschaffungswerte.
- Hygienekonzept für OP-Bereich lückenhaft: Die Einhaltung der KRINKO-Empfehlungen für ambulantes Operieren muss regelmäßig dokumentiert werden.
Wann gilt das nicht?
Urologen, die ausschließlich konservativ arbeiten (Sprechstunde, Sonografie, Labor), benötigen keine OP-spezifische Zusatzversicherung.
Ärzteversichert kennt die besonderen Anforderungen urologischer Praxen und vermittelt Policen mit fachspezifischem Deckungsumfang.
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