Der häufigste Fehler beim Vermögensaufbau für Ärzte ist der zu späte Beginn der systematischen Geldanlage, obwohl der Zinseszinseffekt bei einem Anlagehorizont von 20–30 Jahren den entscheidenden Unterschied macht. Viele Ärzte beginnen erst nach Abschluss der Facharztweiterbildung oder nach der Niederlassung mit dem Vermögensaufbau und verschenken dadurch die wertvollsten Jahre des Zinseszinseffekts. Bereits 500 Euro monatlich ab dem 30. Lebensjahr können bei 7 % Rendite bis zum 65. Lebensjahr über 600.000 Euro ergeben.
Hintergrund
Ärzte haben aufgrund ihres überdurchschnittlichen Einkommens hervorragende Voraussetzungen für den Vermögensaufbau:
- Keine Diversifikation: Viele Ärzte investieren ihr gesamtes Vermögen in die eigene Praxis oder in Immobilien – ohne Streuung über Anlageklassen drohen Klumpenrisiken.
- Provisionsstarke Produkte abgeschlossen: Ärzte sind eine bevorzugte Zielgruppe für teure Kapitallebensversicherungen und geschlossene Fonds.
- Sparquote dem Lifestyle angepasst: Mit steigendem Einkommen steigen häufig auch die Ausgaben proportional – eine feste Sparquote von 15–20 % des Nettoeinkommens ist empfehlenswert.
- Liquiditätsreserve vergessen: Vor dem Vermögensaufbau sollte eine Liquiditätsreserve von drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto vorhanden sein.
Wann gilt das nicht?
Ärzte mit bestehenden Schulden (z. B. Studienkredit, Praxisdarlehen) sollten zunächst hochverzinste Verbindlichkeiten tilgen, bevor sie in den Vermögensaufbau investieren.
Ärzteversichert berät Ärzte zum Zusammenspiel von Absicherung und Vermögensaufbau und stellt sicher, dass die Basisabsicherung vor dem Investieren steht.
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