Der häufigste Fehler bei der Wahl eines Vermögensverwalters für Ärzte ist die Beauftragung auf Basis persönlicher Empfehlung ohne systematischen Vergleich von Kosten, Performance und Anlageansatz. Vermögensverwaltungen berechnen typischerweise 0,8–1,5 % p. a. des verwalteten Vermögens – bei 500.000 Euro sind das 4.000–7.500 Euro jährlich. Ohne transparenten Performance-Vergleich nach Kosten lässt sich nicht beurteilen, ob diese Gebühren gerechtfertigt sind.

Hintergrund

Ärzte mit substanziellem Vermögen (ab 250.000 Euro) suchen häufig professionelle Vermögensverwaltung. Typische Fehler:

  • BaFin-Zulassung nicht geprüft: Nur lizenzierte Vermögensverwalter mit KWG-Erlaubnis (§ 32 KWG) dürfen individuelle Anlageentscheidungen treffen – Berater ohne Lizenz arbeiten nur beratend.
  • Benchmark nicht vereinbart: Ohne definierten Vergleichsmaßstab lässt sich die Performance nicht objektiv bewerten.
  • Transaktionskosten nicht berücksichtigt: Neben der Verwaltungsgebühr fallen oft zusätzliche Transaktionskosten an, die die Rendite weiter schmälern.
  • Interessenkonflikte nicht hinterfragt: Vermögensverwalter, die Provisionen von Fondsgesellschaften erhalten (Kick-Backs), haben einen Anreiz, teurere Produkte einzusetzen.

Wann gilt das nicht?

Für Vermögen unter 100.000 Euro ist ein Robo-Advisor oder ein einfacher ETF-Sparplan kosteneffizienter. Auch bei ausreichender eigener Finanzkompetenz kann die Selbstverwaltung günstiger sein.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der Koordination von Vermögensverwaltung und Versicherungsschutz und stellt eine ganzheitliche Finanzstrategie sicher.

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