Systematische Honoraroptimierung bietet Vertragsärzten den Vorteil höherer Praxiserträge bei gleicher Arbeitsbelastung und stärkt die wirtschaftliche Grundlage der Praxis langfristig. Der Nachteil liegt im Risiko von Plausibilitätsprüfungen durch die KV und möglichen Regressforderungen, wenn Abrechnungen als implausibel eingestuft werden. Eine sorgfältige Dokumentation ist daher unverzichtbar.

Hintergrund

Zu den Vorteilen gehören die bessere Ausschöpfung bestehender Vergütungsansprüche, die Identifikation bisher nicht abgerechneter Leistungen und die strategische Positionierung der Praxis innerhalb der Fachgruppe. Nachteile ergeben sich, wenn die Optimierung in eine aggressive Abrechnung umschlägt: Überdurchschnittliche Fallwerte triggern automatische Prüfverfahren, und die Beweislast liegt beim Arzt. Die Kosten für professionelle Abrechnungsberatung liegen bei 2.000–5.000 Euro pro Jahr, rechnen sich aber in der Regel bereits im ersten Quartal.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit bereits überdurchschnittlichen Fallwerten sollten statt weiterer Optimierung auf Absicherung gegen Regressforderungen setzen. Bei geringer Fallzahl oder Teilzeitpraxis ist das Optimierungspotenzial naturgemäß begrenzt.

Ärzteversichert berät Ärzte zur Abstimmung von Honorarplanung und Versicherungsschutz – insbesondere zur Absicherung gegen Abrechnungsregresse.

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