Ein wirksames Hygienemanagement basiert auf drei Säulen: einem aktuellen, praxisspezifischen Hygieneplan, regelmäßigen Teamschulungen und einer lückenlosen Dokumentation aller hygienerelevanten Maßnahmen. Erfahrene Praxisinhaber empfehlen, mindestens zweimal jährlich interne Hygieneaudits durchzuführen, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Die Benennung einer Hygienebeauftragten aus dem MFA-Team hat sich als besonders effektiv erwiesen.

Hintergrund

Ein bewährter Tipp ist die Integration des Hygieneplans in das Qualitätsmanagement-System der Praxis, sodass Schulungsnachweise, Desinfektionsprotokolle und Gerätewartungen zentral verwaltet werden. Viele Ärzte nutzen mittlerweile digitale Lösungen, die automatisch an fällige Maßnahmen erinnern. Erfahrungsgemäß reduziert eine gut geschulte Hygienebeauftragte die Beanstandungsquote bei Gesundheitsamtsbegehungen um bis zu 80 Prozent. Die Fortbildung zur Hygienebeauftragten umfasst 40 Stunden und kostet etwa 800–1.200 Euro.

Wann gilt das nicht?

Reine Beratungspraxen ohne physischen Patientenkontakt haben deutlich geringere Hygieneanforderungen. Auch bei reiner Telemedizin entfallen die meisten Aufbereitungs- und Desinfektionspflichten.

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, ihr Hygienemanagement als Teil der Risikominimierung zu verstehen, das den Versicherungsschutz sinnvoll ergänzt.

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