Ein professionelles Hygienemanagement bietet Arztpraxen den Vorteil eines nachweislich reduzierten Infektionsrisikos, einer besseren Rechtsposition im Haftungsfall und einer positiven Wahrnehmung durch Patienten. Nachteilig sind der erhebliche zeitliche und finanzielle Aufwand für Schulungen, Dokumentation und Gerätewartung sowie die steigende regulatorische Komplexität. Die Investition zahlt sich jedoch langfristig durch vermiedene Haftungsfälle und ein gestärktes Praxisimage aus.
Hintergrund
Zu den Vorteilen zählt auch die verbesserte Verhandlungsposition gegenüber Haftpflichtversicherern, da nachweislich gelebtes Hygienemanagement als risikomindernder Faktor anerkannt wird. Praxen mit zertifiziertem QM-System erhalten teilweise günstigere Konditionen bei der Berufshaftpflichtversicherung. Der Nachteil liegt im laufenden Aufwand: Durchschnittlich entfallen 5–10 Prozent der Betriebskosten einer Praxis auf Hygienemaßnahmen. Hinzu kommt der Schulungsaufwand für neue Mitarbeiter, der bei jeder Personalveränderung anfällt.
Wann gilt das nicht?
Reine Telemedizin-Praxen ohne physischen Patientenkontakt benötigen kein umfassendes Hygienemanagement. Auch bei reiner Gutachtertätigkeit ohne Behandlung sind die Anforderungen deutlich reduziert.
Ärzteversichert hilft Praxisinhabern, die Schnittstelle zwischen Hygienemanagement und Versicherungsschutz optimal zu gestalten.
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