Professionelles Inkasso bietet Arztpraxen den Vorteil einer verbesserten Liquidität, entlastet das Praxisteam von der zeitaufwändigen Forderungsverfolgung und signalisiert Zahlungsdisziplin gegenüber säumigen Patienten. Nachteile sind die Kosten des Inkassoverfahrens, das Risiko negativer Patientenbewertungen und die potenzielle Belastung der Arzt-Patient-Beziehung. Eine abgestufte Vorgehensweise minimiert diese Risiken.

Hintergrund

Der Vorteil professioneller Inkassodienste liegt in der höheren Erfolgsquote gegenüber eigenen Mahnbemühungen und in der rechtssicheren Durchsetzung der Forderung. Die Kosten betragen je nach Dienstleister 10–25 Prozent der eingetriebenen Summe. Nachteilig ist, dass Patienten nach einem Inkassoverfahren häufig die Praxis wechseln und negative Bewertungen auf Online-Portalen hinterlassen. Praxen mit hohem Privatpatientenanteil sind stärker betroffen, da die Forderungsausfallquote bei Selbstzahlern typischerweise bei 3–8 Prozent liegt.

Wann gilt das nicht?

Bei GKV-Patienten entfällt das Inkassorisiko weitgehend, da die Abrechnung über die KV erfolgt. Auch bei vollständig über Versicherungen abgerechneten Leistungen ist Inkasso in der Regel nicht erforderlich.

Ärzteversichert berät Praxisinhaber zur optimalen Balance zwischen Forderungsdurchsetzung und Patientenzufriedenheit.

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