Erfahrene Internisten empfehlen, sich frühzeitig zwischen hausärztlicher und fachärztlicher Zulassung zu entscheiden, da diese Wahl die Praxisform, das Honorarbudget und die gesamte Praxisstrategie grundlegend bestimmt. Eine fachärztlich-internistische Praxis mit Schwerpunkt wie Kardiologie oder Gastroenterologie erzielt höhere Fallwerte, erfordert aber teurere Geräteausstattung. Kooperative Praxismodelle wie BAG oder MVZ reduzieren die Investitionslast und ermöglichen eine breitere Leistungspalette.
Hintergrund
Bewährt hat sich bei Internisten mit Schwerpunkt die Bildung einer fachübergreifenden BAG, etwa Kardiologie mit Angiologie, da Synergien bei Diagnostik und Geräteausstattung entstehen. Ein häufiger Tipp: Vor der Niederlassung die Bedarfsplanung der zuständigen KV prüfen, da viele internistische Schwerpunkte in Ballungsräumen gesperrt sind. Übernahme einer bestehenden Praxis ist oft der schnellere Weg als eine Neugründung. Die Praxisübernahmepreise für internistische Praxen liegen je nach Schwerpunkt bei 50.000–250.000 Euro.
Wann gilt das nicht?
Internisten, die eine rein stationäre Karriere verfolgen, sind von den ambulanten Praxisformfragen nicht betroffen. Auch bei geplanter Anstellung im MVZ entfallen die Investitionsentscheidungen einer eigenen Praxis.
Ärzteversichert begleitet Internisten von der Praxisgründung bis zur Praxisabgabe mit einem auf die jeweilige Praxisform abgestimmten Versicherungskonzept.
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