Das ärztliche Versorgungswerk gilt als eine der sichersten berufsständischen Vorsorgeformen in Deutschland, da es kapitalgedeckt arbeitet und durch die Rechtsaufsicht der Landesministerien kontrolliert wird. Eine hundertprozentige Garantie gegen Leistungskürzungen besteht jedoch nicht, da die Kapitalerträge von der Entwicklung der Finanzmärkte und der Demografie der Ärzteschaft abhängen. Die bisherige Performance der Versorgungswerke war überwiegend stabil.

Hintergrund

Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, die auf dem Umlageverfahren basiert, bauen die Versorgungswerke Kapitalrücklagen auf, die am Kapitalmarkt investiert werden. Die durchschnittliche Verzinsung lag in den letzten Jahren bei 3–4 Prozent, und die Deckungsgrade lagen stabil über 100 Prozent. Risiken bestehen bei einem dauerhaften Niedrigzinsumfeld, bei schrumpfender Ärzteschaft durch Nachwuchsmangel und bei regulatorischen Eingriffen. Eine regelmäßige Prüfung des Versorgungswerk-Rentenanspruchs ist empfehlenswert.

Wann gilt das nicht?

Die Sicherheit variiert zwischen den einzelnen Versorgungswerken der Bundesländer. Kleinere Versorgungswerke mit geringerem Kapitalstock sind tendenziell anfälliger für Marktschwankungen als große Werke wie Berlin oder Bayern.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten, das Versorgungswerk als eine Säule der Altersvorsorge zu verstehen und durch private Vorsorge und Versicherungsschutz zu ergänzen.

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