Die Teilnahme an Disease-Management-Programmen (DMP) ist für Ärzte keine gesetzliche Pflicht, bietet aber strukturierte Vergütungsanreize für die koordinierte Betreuung chronisch kranker Patienten. Vertragsärzte können sich freiwillig für einzelne DMP-Programme akkreditieren lassen und erhalten dafür pauschale Zuschläge zur regulären Vergütung.

Hintergrund

DMP-Programme sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, Brustkrebs, Asthma und COPD. Die teilnehmenden Ärzte verpflichten sich zu standardisierten Dokumentationsanforderungen und regelmäßigen Schulungen. Im Gegenzug erhalten sie eine zusätzliche pauschale Vergütung pro eingeschriebenem Patienten. Die Programme werden zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart.

Wann gilt das nicht?

Fachärzte, deren Fachgebiet keine relevante Patientengruppe für die bestehenden DMP-Programme hat, profitieren von einer Teilnahme nicht. Auch Ärzte mit sehr kleinen Patientenzahlen im jeweiligen Erkrankungsbereich sollten den Aufwand gegen den Nutzen abwägen.

Ärzteversichert empfiehlt Hausärzten und Internisten, die DMP-Teilnahme als Ergänzung zur Honoraroptimierung zu prüfen, da sie stabile Zusatzeinnahmen bieten kann.

DMP-Programme sind für Ärzte keine Pflicht, bieten aber pauschale Vergütungszuschläge für die strukturierte Betreuung chronisch kranker Patienten und können die Praxiseinnahmen stabilisieren.

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