Kapitalanlagen zur Altersvorsorge, insbesondere Aktien, ETFs und Immobilien, bieten Ärzten im Vergleich zu reinen Versicherungsprodukten höhere langfristige Renditen und große Flexibilität. Der Nachteil ist das fehlende Garantienetz: Marktrisiken können kurzfristig zu Verlusten führen, und steuerliche Förderung ist geringer als bei Rürup.

Hintergrund

Zu den Vorteilen von Kapitalanlagen gehören: langfristig überdurchschnittliche Renditen (historisch ca. 7 Prozent p.a. für breit gestreute Aktienfonds), volle Verfügbarkeit des angesparten Kapitals, keine Bindung an ein Renteneintrittsalter und Vererbbarkeit. Zu den Nachteilen zählen: keine Steuerförderung im Sparjahr (außer Freistellungsauftrag von 1.000 Euro), Unterliegen von Kapitalertragsteuer auf Gewinne und Dividenden sowie Schwankungsrisiken, die kurz vor dem Rentenalter problematisch werden können.

Wann gilt das nicht?

Für Ärzte, die über Rürup bereits ihre Steuerlast deutlich reduziert haben und nun nach steuerfreien Wachstumsmöglichkeiten suchen, bieten Kapitalanlagen im Depot eine sinnvolle Ergänzung. Wer hingegen keine Risikotoleranz für Kursschwankungen hat, ist mit garantiebasierten Versicherungslösungen besser beraten.

Ärzteversichert empfiehlt, Kapitalanlagen als dritten Baustein neben Versorgungswerk und Rürup einzusetzen und das Risikoprofil des Depots mit zunehmendem Alter defensiver auszurichten.

Kapitalanlagen bieten Ärzten zur Altersvorsorge hohe Renditen und Flexibilität, sind aber nicht steuerlich gefördert und unterliegen Marktrisiken. Als Ergänzung zu Versorgungswerk und Rürup sind sie sinnvoll.

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