2026 nehmen klimabedingte Gesundheitsrisiken weiter zu: Hitzewellen führen häufiger zu Hitzeschlag und Herz-Kreislauf-Ereignissen, und durch die Ausbreitung von Vektoren wie der Tigermücke treten Dengue-Fieber und andere tropische Infektionskrankheiten in Deutschland häufiger auf. Ärzte müssen ihr Differentialdiagnostik-Repertoire entsprechend anpassen.

Hintergrund

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 2026 aktualisierte Leitlinien zur Diagnose und Behandlung klimabedingter Erkrankungen veröffentlicht. Insbesondere für ältere Patienten und Menschen mit Vorerkrankungen steigt das Risiko hitzebedingter Komplikationen. Auch die Ausbreitung von Borrelien und FSME-Viren in bisher nicht betroffene Regionen erhöht den Handlungsbedarf in der Infektionsdiagnostik. Praxen sollten Patienten in Risikogruppen proaktiv über Hitzeschutzmaßnahmen informieren.

Wann gilt das nicht?

In Regionen mit gemäßigtem Klima und geringem Vektordruck sind die Veränderungen weniger spürbar. Fachärzte ohne direkten Kontakt zu Infektiologie oder Allgemeinmedizin sind weniger direkt von der Erweiterung des Erkrankungsspektrums betroffen.

Ärzteversichert empfiehlt, aktuelle RKI-Leitlinien zu klimabedingten Erkrankungen in die Praxisfortbildung einzubeziehen und Patienten in Hochrisikophasen (Hitzewellen) aktiv anzusprechen.

2026 nehmen durch den Klimawandel hitzebedingte Erkrankungen und tropische Infektionskrankheiten in Deutschland zu. Ärzte sollten ihr diagnostisches Spektrum erweitern und Risikopatienten aktiv beraten.

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