Ärzte, die eine Praxisgründung oder Niederlassung finanziert haben, berichten: Der Fehler, nur ein einziges Kreditangebot einzuholen, kostet über die Laufzeit häufig zehntausende Euro. Ein Vergleich von mindestens drei Angeboten, inklusive spezieller Ärztekreditprogramme, ist unverzichtbar.

Hintergrund

Erfahrene Ärzte empfehlen folgende Punkte: Einen detaillierten Businessplan als Grundlage für die Kreditverhandlung erstellen, da Banken diesen bei Praxiskrediten verlangen. Die KfW-Förderprogramme für Heilberufe prüfen, da diese günstigere Zinsen und längere Laufzeiten bieten. Eine tilgungsfreie Anlaufphase von ein bis zwei Jahren vereinbaren, damit die Praxis in den ersten Monaten noch nicht unter Rückzahlungsdruck steht. Zudem sollte die monatliche Kreditrate unter 30 Prozent des erwarteten Praxisgewinns liegen.

Wann gilt das nicht?

Für sehr kleine Anschaffungen (z.B. ein neues Praxisgerät unter 10.000 Euro) lohnt sich ein aufwendiger Kreditvergleich nicht. Hier sind Leasing-Optionen oder interne Finanzierung oft effizienter.

Ärzteversichert empfiehlt, für Praxisgründungskredite immer einen auf Heilberufe spezialisierten Finanzberater hinzuzuziehen, der Kreditangebote unabhängig vergleicht.

Ärzte sollten mindestens drei Kreditangebote vergleichen, KfW-Förderprogramme prüfen und eine tilgungsfreie Anlaufphase vereinbaren. Ein auf Heilberufe spezialisierter Finanzberater unterstützt bei der optimalen Kreditstruktur.

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