Eine Kreditaufnahme ermöglicht Ärzten, Praxisgründungen oder Investitionen zu realisieren, ohne das eigene Kapital vollständig aufzubrauchen oder auf die Niederlassung warten zu müssen, bis genug Eigenkapital angespart ist. Der Nachteil ist die langfristige Zinslast und die monatliche Rückzahlungsverpflichtung.

Hintergrund

Zu den Vorteilen einer Kreditfinanzierung für Ärzte gehören: Sofortige Verfügbarkeit des Investitionskapitals, steuerliche Absetzbarkeit der Kreditzinsen als Betriebsausgaben, Erhalt eigener Liquiditätsreserven für unvorhergesehene Ausgaben und die Möglichkeit, durch Fremdkapital eine größere Praxis zu etablieren, als es mit Eigenkapital allein möglich wäre. Als Nachteil sind Zinslast und Bonitätsrisiko zu nennen: Bei wirtschaftlichem Einbruch oder Krankheit können Kreditzahlungen zur Belastung werden.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die ausreichend Eigenkapital angespart haben, sollten prüfen, ob eine Vollfinanzierung sinnvoller ist als ein Kredit, da bei niedrigen Zinsen das Eigenkapital alternativ rentabler investiert werden könnte. Kleine Anschaffungen sollten aus der laufenden Liquidität finanziert werden.

Ärzteversichert empfiehlt, bei jeder Kreditentscheidung die Netto-Zinskosten nach Steuern zu berechnen und die monatliche Belastung im Verhältnis zum erwarteten Praxisgewinn zu bewerten.

Kreditaufnahme ermöglicht Ärzten sofortige Praxisgründung und Investitionen. Die steuerlich abzugsfähigen Kreditzinsen mindern die tatsächliche Belastung. Monatliche Rückzahlungen sollten 30 Prozent des erwarteten Praxisgewinns nicht übersteigen.

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