Kryptowährungen bieten als potenziellen Vorteil eine Portfoliodiversifikation mit anderen Korrelationseigenschaften als Aktien und Anleihen sowie die Möglichkeit steuerfreier Gewinne bei mindestens einjähriger Haltedauer nach §23 EStG. Als wesentlicher Nachteil gilt die extreme Volatilität.

Hintergrund

Zu den Vorteilen gehören: Steuerfreie Veräußerungsgewinne nach einem Jahr Haltedauer (wenn die Schwelle für private Veräußerungsgeschäfte nicht überschritten wird), potenziell hohe Renditen bei langen Halteperioden und Diversifikation aus dem klassischen Kapitalmarkt. Als Nachteile sind zu nennen: extreme Kursschwankungen mit Verlustzeiträumen von 70 bis 90 Prozent, regulatorische Unsicherheit, Risiko von Hackerangriffen auf Wallets und Börsen, hoher administrativer Aufwand für die korrekte steuerliche Erfassung.

Wann gilt das nicht?

Für die langfristige Altersvorsorge sind Kryptowährungen aufgrund ihrer Volatilität grundsätzlich nicht geeignet. Ärzte ohne ausreichende Risikotoleranz oder mit noch aufzubauender Altersvorsorge sollten vollständig auf Kryptoinvestments verzichten.

Ärzteversichert empfiehlt, Kryptowährungen ausschließlich als spekulativen Beimischungsanteil mit Kapital zu erwerben, das im schlimmsten Fall vollständig verloren gehen darf, ohne die finanzielle Planung zu gefährden.

Kryptowährungen bieten steuerfreie Gewinne nach einem Jahr Haltedauer und Portfoliodiversifikation, sind aber hochvolatil und für die Altersvorsorge von Ärzten ungeeignet. Nur Risikokapital sollte investiert werden.

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