Die Landarztquote ermöglicht Studienbewerbern mit einem NC, der für die normale Zulassung nicht ausreicht, eine bevorzugte Studienzulassung, verpflichtet sie dafür aber zur zehnjährigen hausärztlichen Tätigkeit in einem ausgewiesenen Unterversorgungsgebiet.

Hintergrund

Zu den Vorteilen gehören: Bevorzugte Zulassung zum Medizinstudium unabhängig vom NC, Stipendiumszahlungen während des Studiums, Kassenzulassungsgarantie für das Versorgungsgebiet sowie geringerer Wettbewerb bei der Praxisübernahme. Als Nachteile sind zu nennen: Zehnjährige Standortbindung ohne Flexibilität für Karriereänderungen, erhebliche Rückzahlungspflichten bei Nichterfüllung (oft der gesamte Stipendiumsbetrag plus Aufschlag), Einschränkungen bei der Facharztauswahl und möglicherweise niedrigere Einnahmen durch einkommensschwächere Patientenstruktur im ländlichen Raum.

Wann gilt das nicht?

Für Bewerber mit sehr gutem NC, die auch über den normalen Zulassungsweg einen Studienplatz erhalten würden, lohnt sich die Landarztquote nur, wenn eine echte Affinität zur hausärztlichen Landtätigkeit besteht.

Ärzteversichert empfiehlt, die finanzielle Dimension der Verpflichtung frühzeitig zu verstehen: Rückzahlungsbeträge von 50.000 bis 100.000 Euro sind möglich, wenn die Verpflichtung nach dem Studium nicht erfüllt wird.

Landarztquote ermöglicht Studienzulassung trotz schlechterem NC, bindet aber für zehn Jahre an einen ländlichen Standort. Rückzahlungspflichten bei Nichterfüllung können 50.000 bis 100.000 Euro betragen. Entscheidung nur bei echter Landarztvocation treffen.

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