Erfahrene Praxisinhaber berichten, dass unzureichende Liquiditätsplanung einer der häufigsten Gründe für finanzielle Engpässe in niedergelassenen Arztpraxen ist, insbesondere in den ersten Jahren nach der Niederlassung.

Hintergrund

Erfahrene Ärzte empfehlen: Immer mindestens drei Monatsausgaben als Liquiditätspuffer auf einem separaten Konto halten, da Honorarauszahlungen der KV quartalsweise kommen und Ausgaben monatlich anfallen. Monatlich 25 bis 30 Prozent des Honorars als Steuerrücklage auf ein separates Konto überweisen, damit Einkommensteuer-Vorauszahlungen nicht zur Überraschung werden. Investitionen über 5.000 Euro grundsätzlich im Jahresbudget planen und nicht spontan aus der Betriebskasse finanzieren. Den monatlichen Soll-Ist-Vergleich mit dem Steuerberater durchführen.

Wann gilt das nicht?

Sehr liquide Praxen mit hohem monatlichen Gewinnüberschuss benötigen keine strengen Rücklagenregeln. Arztpraxen mit gleichmäßigem Privatpatientenanteil und monatlicher Abrechnung sind weniger auf KV-Quartalseinnahmen angewiesen.

Ärzteversichert empfiehlt, bereits in der Niederlassungsphase mit dem Steuerberater ein festes System der Liquiditätsplanung zu etablieren, da gute Gewohnheiten hier langfristig vor teuren Engpässen schützen.

Drei Monatsausgaben als Liquiditätspuffer, 25 bis 30 Prozent Steuerrücklage monatlich und geplante Investitionsbudgets verhindern Engpässe. Frühzeitiges Liquiditätssystem mit dem Steuerberater etablieren schützt langfristig vor finanziellen Überraschungen.

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