Eine Mietkautionsbürgschaft für Praxisräume lohnt sich für Ärzte bei der Niederlassung, da sie statt einer Barkaution von drei bis sechs Monatsmieten nur eine jährliche Prämie von drei bis fünf Prozent der Kautionssumme zahlen.
Hintergrund
Bei Praxismieten von 3.000 bis 10.000 Euro monatlich kann die geforderte Barkaution von 9.000 bis 60.000 Euro erhebliche Liquidität binden. Eine Mietkautionsbürgschaft ermöglicht es, dieses Kapital für Praxisinvestitionen oder als Liquiditätspuffer zu nutzen. Die jährliche Bürgschaftsprämie beträgt je nach Bonität und Anbieter drei bis fünf Prozent der Kautionssumme. Für eine Kaution von 20.000 Euro sind das 600 bis 1.000 Euro Prämie pro Jahr. Die Bürgschaft wird von der Versicherung oder Bank gegenüber dem Vermieter übernommen. Vermieter müssen dieser Alternative zustimmen, akzeptieren sie aber in der Regel.
Wann gilt das nicht?
Für Praxen mit hoher Liquiditätsreserve und günstigem Zinsniveau auf Tagesgeld ist eine Barkaution möglicherweise wirtschaftlich gleichwertig. Wenn der Vermieter keine Bürgschaft akzeptiert, ist die Barkaution die einzige Option.
Ärzteversichert empfiehlt, bei der Praxisneugründung oder beim Abschluss eines neuen Mietvertrags immer die Möglichkeit einer Bürgschaft statt Barkaution zu prüfen, da diese die Startliquidität schont.
Mietkautionsbürgschaft schont Praxisliquidität: Statt Barkaution von drei bis sechs Monatsmieten nur drei bis fünf Prozent Jahresprämie zahlen. Bei Praxisneugründung immer als Alternative zur Barkaution prüfen.
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