Rürup lohnt sich für Ärzte in Teilzeit weniger als für Vollzeitärzte, da der niedrigere Grenzsteuersatz die Steuerersparnis durch den Sonderausgabenabzug reduziert. Bei einem Jahreseinkommen unter 60.000 Euro ist der Vorteil gering.

Hintergrund

Der steuerliche Vorteil der Rürup-Rente ist direkt an den persönlichen Grenzsteuersatz gebunden: Ein Arzt in Teilzeit mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro zahlt einen Grenzsteuersatz von etwa 35 Prozent, während ein Vollzeitselbstständiger bei 200.000 Euro 42 Prozent zahlt. Die absolute Steuerersparnis pro eingezahltem Euro ist bei Teilzeitärzten daher geringer. Trotzdem kann Rürup für Teilzeitärzte sinnvoll sein, wenn erhebliche Versorgungslücken durch reduzierte Versorgungswerk-Beiträge bestehen und eine langfristige Rentenergänzung gewünscht wird.

Wann gilt das nicht?

Ärzte in geringfügiger Teilzeit mit wenigen Arbeitsstunden und entsprechend niedrigem Grenzsteuersatz sollten eher ETF-Sparpläne oder andere flexiblere Spar-Formen wählen, da Rürup eine lebenslange Bindung darstellt.

Ärzteversichert empfiehlt Teilzeitärzten, vor einem Rürup-Abschluss den konkreten Steuervorteil bei ihrem Grenzsteuersatz zu berechnen und mit flexibleren Alternativen wie ETF-Depot zu vergleichen.

Rürup lohnt sich für Teilzeitärzte weniger als für Vollzeitärzte, da der niedrigere Grenzsteuersatz die Steuerersparnis begrenzt. Bei erheblichen Versorgungslücken trotzdem sinnvoll. Individuellen Steuervorteil berechnen und mit flexiblen Alternativen vergleichen.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →