Rürup lohnt sich für Ärzte kurz vor dem Ruhestand besonders gut, da der Sonderausgabenabzug bei einem Grenzsteuersatz von 42 bis 45 Prozent die höchste Steuerersparnis erzeugt und die kurze Laufzeit die Inflexibilität der Rente abmildert.

Hintergrund

In den letzten fünf bis zehn Jahren vor dem Ruhestand befinden sich selbstständige Ärzte häufig auf dem Einkommensgipfel und zahlen den Spitzensteuersatz. Der Rürup-Beitrag von bis zu 29.344 Euro jährlich (2026) spart dabei 12.000 bis 15.000 Euro Einkommensteuer. Durch die verkürzte Laufzeit ist die Rürup-Police weniger von Kapitalmarktrisiken betroffen, da die Ansparphase kürzer ist. Die ab dem Renteneintritt ausgezahlte lebenslange Rente wird zwar besteuert, jedoch mit einem niedrigeren Grenzsteuersatz als während der aktiven Berufsphase. Der steuerliche Arbitrageeffekt ist erheblich.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die planmäßig sehr früh in den Ruhestand gehen (vor 60), profitieren weniger von der kurzen Laufzeit und sollten die lange Wartezeit auf die Rentenzahlung berücksichtigen.

Ärzteversichert empfiehlt Ärzten in den letzten zehn Jahren vor dem Ruhestand, die maximalen Rürup-Beiträge auszuschöpfen, da die Kombination aus höchster Steuerersparnis und überschaubarem Zeithorizont besonders vorteilhaft ist.

Rürup lohnt sich besonders kurz vor dem Ruhestand: Maximale Steuerersparnis von 12.000 bis 15.000 Euro jährlich bei Spitzensteuersatz, kürzere Laufzeit senkt Risiken. Jährlich bis zu 29.344 Euro einzahlen und steuerlich absetzen.

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →