Rürup lohnt sich für Chefärzte besonders gut, wenn die Gesamteinkünfte aus Festgehalt und Liquidationserlösen in den Bereich des Spitzensteuersatzes von 42 bis 45 Prozent fallen.
Hintergrund
Chefärzte sind angestellt und zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein, erzielen aber häufig erhebliche Zusatzeinkünfte aus privaten Liquidationsabrechnungen. Diese Mehreinnahmen werden zum Spitzensteuersatz versteuert. Der Rürup-Beitrag von bis zu 29.344 Euro jährlich (2026) reduziert direkt das zu versteuernde Einkommen und spart bei 42 Prozent Grenzsteuersatz bis zu 12.000 Euro Einkommensteuer. Im Gegensatz zu niedergelassenen Ärzten haben Chefärzte keine Versorgungswerks-Mitgliedschaft, weshalb Rürup die Rentenlücke beim Übergang vom GRV-Niveau füllen kann.
Wann gilt das nicht?
Chefärzte ohne oder mit geringen Liquidationserlösen, deren Gesamteinkommen unter 80.000 Euro liegt, erzielen keinen ausreichenden Steuervorteil. Auch Chefärzte, die kurz vor dem Renteneintritt stehen und keine langen Laufzeiten möchten, sollten die Vertragslaufzeit berücksichtigen.
Ärzteversichert empfiehlt Chefärzten, den Rürup-Beitrag jährlich an die tatsächlichen Liquidationserlöse anzupassen und variable Beitragsverträge zu wählen, da die Liquidationshöhe von Jahr zu Jahr schwanken kann.
Rürup lohnt sich für Chefärzte mit hohen Liquidationserlösen bei Spitzensteuersatz von 42 bis 45 Prozent. Steuerersparnis von bis zu 12.000 Euro jährlich möglich. Variable Beitragsverträge wählen, da Liquidationshöhe schwankt.
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →