Praxisinhaber, die sich intensiv mit der MDR auseinandergesetzt haben, empfehlen, aktiv bei Herstellern den MDR-Zertifizierungsstatus jedes eingesetzten Medizinprodukts schriftlich abzufragen und einen Praxis-Beauftragten für Medizinprodukte zu benennen.

Hintergrund

Viele Praxen stellen erst bei Kontrollen durch Behörden fest, dass einzelne Produkte keine gültigen MDR-Zertifikate mehr haben. Ein internes Register aller Medizinprodukte mit Zertifizierungsstatus und Ablaufdaten der Konformitätserklärungen erleichtert die Übersicht erheblich. Bei fehlendem Zertifikat sollte das Produkt nicht mehr eingesetzt werden, bis ein gültiger Nachweis vorliegt.

Wann gilt das nicht?

Für reine Verbrauchsmaterialien der Klasse I ohne besondere Konformitätserfordernisse ist die Verwaltungsarbeit minimal. Bei Geräten mit Leasingvertrag übernimmt häufig der Anbieter die Zertifizierungskontrolle.

Ärzteversichert informiert Ärzte darüber, wie fehlende oder abgelaufene MDR-Zertifizierungen den Versicherungsschutz bei Schadensersatzansprüchen beeinflussen können.

Der effektivste Tipp für MDR-Konformität ist ein internes Produktregister mit Zertifizierungsstatus und aktive Herstellerabfragen. Ein Praxis-Beauftragter für Medizinprodukte schafft klare Verantwortlichkeiten.

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