Der MFA-Tarifvertrag schafft für beide Seiten Transparenz und Fairness bei der Vergütung, bedeutet für Praxisinhaber aber feste Gehaltsanpassungspflichten, die unabhängig von der wirtschaftlichen Lage der Praxis gelten.

Hintergrund

Der Vorteil liegt in der rechtlichen Sicherheit: Tarifgemäße Gehälter schützen vor Vorwürfen der Lohndrückerei und sichern das Betriebsfrieden-Fundament. Zudem erleichtert die Gehaltstransparenz die Personalplanung. Der Nachteil ist die Inflexibilität bei wirtschaftlich schwachen Praxen, die in schlechten Jahren trotzdem tariflich vereinbarte Erhöhungen umsetzen müssen.

Wann gilt das nicht?

Nicht tarifgebundene Praxen können Gehälter individuell vereinbaren und haben mehr Spielraum, müssen aber mindestens den gesetzlichen Mindestlohn zahlen und sollten Marktgehälter kennen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, die Personalkosten in der langfristigen Praxisfinanzplanung frühzeitig zu berücksichtigen und Gehaltserhöhungen in die jährliche Budgetplanung einzubeziehen.

Der MFA-Tarifvertrag schafft Fairness und Rechtssicherheit, bedeutet aber feste Kostensteigerungen für die Praxis. Frühzeitige Budgetplanung minimiert das wirtschaftliche Risiko bei Tarifanpassungen.

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