2026 verändert das Zinsniveau und steigende Praxisbetriebskosten die optimale Kalkulation des ärztlichen Notgroschens, da Liquiditätsreserven nun auf Tagesgeldkonten wieder nennenswerte Erträge erzielen können.

Hintergrund

Als Faustregel gilt, dass Ärzte einen Notgroschen von drei bis sechs Nettomonatsgehältern liquide halten sollten, um Praxisausfälle, unerwartete Investitionen oder kurzfristige Honorarverzögerungen zu überbrücken. 2026 bieten Tagesgeld- und Geldmarktkonten wieder Zinsen von ein bis zwei Prozent, sodass die Opportunitätskosten einer hohen liquiden Reserve gesunken sind. Gleichzeitig sind die Betriebskosten für Praxen durch Energie, Personal und Materialien gestiegen, was eine Aufstockung der Reserve empfehlenswert macht.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit sehr stabilen Einkommensstrukturen, wie z.B. angestellte Ärzte in Festanstellung ohne Praxisbeteiligung, benötigen einen geringeren Notgroschen, da ihr Einkommen weniger schwankt.

Ärzteversichert empfiehlt, den Notgroschen als Teil eines umfassenden Finanzkonzepts zu betrachten, das Liquiditätsreserve, Versicherungsschutz und mittelfristige Anlagen koordiniert.

2026 empfehlen Finanzberater Ärzten, die Notgroschenhöhe wegen gestiegener Praxiskosten neu zu kalkulieren. Tagesgeldkonten bieten wieder Zinsen und reduzieren die Opportunitätskosten der Liquiditätshaltung.

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