Ein ausreichender Notgroschen schützt Ärzte vor Liquiditätsengpässen bei unerwarteten Ereignissen wie Krankheit, Praxisschäden oder Honorarverzögerungen, bindet aber Kapital mit geringer Rendite gegenüber langfristigen Investitionen.

Hintergrund

Der Vorteil liegt in der sofortigen Verfügbarkeit bei Notfällen, ohne Kredite aufnehmen oder Investitionen liquidieren zu müssen. Für Praxisinhaber ist Liquidität besonders wichtig, da Honorarzahlungen der KV üblicherweise drei Monate verzögert eingehen. Als Nachteil gilt die Opportunitätskosten: Kapital auf Tagesgeldkonten erzielt auch bei aktuell gestiegenen Zinsen deutlich geringere Renditen als diversifizierte ETF-Portfolios oder Immobilieninvestitionen. Ein zu hoher Notgroschen verschlechtert langfristig den Vermögensaufbau.

Wann gilt das nicht?

Ärzte in hochstabilen Anstellungsverhältnissen mit gesichertem Monatseinkommen ohne Praxisbeteiligung können mit einem kleineren persönlichen Puffer auskommen, da unternehmerische Risiken entfallen.

Ärzteversichert empfiehlt, den Notgroschen als festen Bestandteil des ärztlichen Finanzkonzepts zu definieren und regelmäßig im Gesamtkontext von Versicherung, Liquidität und Kapitalanlage zu überprüfen.

Notgroschen sichert Liquidität bei Notfällen, kostet aber Rendite durch gebundenes Kapital. Drei bis sechs Nettomonatsgehälter auf einem separaten Tagesgeldkonto sind die empfohlene Orientierung für Ärzte.

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