Ärzte mit Erfahrung in Organspende-Aufklärungsgesprächen berichten, dass eine strukturierte, empathische Gesprächsführung und die frühzeitige Einbeziehung von Angehörigen die Bereitschaft zur Organspende-Entscheidung erhöhen.
Hintergrund
Ein häufiges Problem ist die Scheu vieler Ärzte, das Thema Organspende anzusprechen, weil sie emotionale Reaktionen von Patienten fürchten. Erfahrene Hausärzte empfehlen, das Thema bei chronisch kranken Patienten im Rahmen von Vorsorge- oder Check-up-Gesprächen proaktiv anzusprechen und das Ergebnis in der Patientenakte zu dokumentieren. Das Hinweisen auf das Online-Organspenderegister erleichtert Patienten die Entscheidung, da sie Zeit zum Nachdenken haben. Angehörige sollten nach Möglichkeit in die Entscheidung einbezogen werden.
Wann gilt das nicht?
Bei terminalen Patienten oder in akuten Krisensituationen ist der Zeitpunkt für Organspende-Aufklärungsgespräche ungeeignet. Hier sollten Gespräche vorher stattgefunden haben.
Ärzteversichert weist darauf hin, dass Aufklärungsdokumentation bei Organspende-Gesprächen auch haftungsrechtlich relevant ist und durch die Berufshaftpflicht abgesichert sein muss.
Proaktive Ansprache bei chronisch kranken Patienten, Dokumentation des Gesprächsergebnisses und Hinweis auf das Online-Organspenderegister sind die wichtigsten Tipps für Organspende-Aufklärungsgespräche.
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