2026 erleichtert die Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte die digitale Hinterlegung und den behandlungsfallbezogenen Abruf von Patientenverfügungen, was für behandelnde Ärzte neue Bindungswirkungen schafft.

Hintergrund

Bisher waren Patientenverfügungen oft nicht auffindbar, wenn ein Patient nicht mehr ansprechbar war. 2026 können Patienten ihre Patientenverfügung in der ePA hinterlegen und einem behandelnden Arzt Zugriffsrechte erteilen. Behandelnde Ärzte, die Kenntnis von einer Patientenverfügung in der ePA haben, sind rechtlich stärker verpflichtet, diese zu beachten. Gleichzeitig entstehen Dokumentationspflichten, wenn Ärzte entgegen einer Patientenverfügung handeln müssen, etwa wegen Zweifeln an ihrer Aktualität.

Wann gilt das nicht?

In echten Notfallsituationen, bei denen keine Zeit für den ePA-Abruf besteht, gelten weiterhin die allgemeinen Notfallregeln mit Vermutungswirkung für lebenserhaltende Maßnahmen.

Ärzteversichert weist darauf hin, dass Fehler bei der Beachtung von Patientenverfügungen Haftungsansprüche erzeugen können, die durch die Berufshaftpflicht abgedeckt sein müssen.

2026 ermöglicht die ePA die digitale Hinterlegung von Patientenverfügungen. Ärzte mit Kenntnis einer ePA-Patientenverfügung sind rechtlich stärker zur Beachtung verpflichtet.

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