Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben 2026 aktualisierte Orientierungswerte für den Personalschlüssel in Arztpraxen herausgegeben, die mehr Verwaltungsaufwand durch Digitalisierungspflichten und neue Abrechnungsleistungen berücksichtigen. Hausarztpraxen mit mehr als 1.200 Scheinen pro Quartal benötigen demnach mindestens 2,5 Vollzeitkräfte im nichtärztlichen Bereich.

Hintergrund

Der Personalschlüssel beschreibt das Verhältnis von Ärzten zu nichtärztlichem Personal und beeinflusst direkt die Praxiseffizienz und Qualität der Patientenversorgung. Neue Dokumentationspflichten durch die Telematikinfrastruktur und das eRezept erhöhen den Verwaltungsaufwand pro Patient, was höhere Personalanforderungen nach sich zieht.

Wann gilt das nicht?

Für Fachrichtungen mit geringerem Verwaltungsaufwand, etwa Radiologie oder Labormedizin, gelten abweichende Richtwerte. Praxen in Gemeinschaftspraxen oder MVZs teilen sich Verwaltungsressourcen und benötigen pro Arzt weniger Personal.

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2026 sollten Arztpraxen ihren Personalschlüssel an die gestiegenen Verwaltungsanforderungen durch Digitalisierung und neue Leistungen anpassen, um Qualität und Effizienz zu sichern.


Quellen: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Orientierungswerte Personalschlüssel (2025); Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, Praxisbarometer (2024).

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