Praxisinhaber, die ihren Personalschlüssel regelmäßig an tatsächliche Patientenzahlen und Leistungsumfang anpassen, berichten von deutlich weniger Überstunden und höherer Mitarbeiterzufriedenheit. Wer zu lange mit einem zu knappen Personalschlüssel arbeitet, riskiert erhöhte Fluktuation und Qualitätsprobleme.

Hintergrund

In Umfragen der KBV geben über 60 Prozent der Praxisinhaber an, mindestens einmal pro Jahr Engpässe durch Personalunterbesetzung erlebt zu haben. Besonders in der Erkältungssaison und nach Urlaubszeiten entstehen Kapazitätsengpässe, die durch vorausschauende Personalplanung abgefedert werden können. Die Einführung eines Praxismanagers entlastet den Arzt spürbar und verbessert den Personalschlüssel ohne zusätzliche medizinische Kräfte.

Wann gilt das nicht?

Praxen mit stark saisonal schwankendem Patientenaufkommen, etwa Allgemeinmediziner in Tourismusgebieten, benötigen flexible Lösungen statt fester Schlüssel. In Berufsausübungsgemeinschaften können Synergien beim Personal gezielt genutzt werden.

Ärzteversichert berät Ärzte zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Niederlassung und hilft, betriebliche Risiken wie Personalengpässe frühzeitig zu erkennen.

Ein bedarfsgerechter Personalschlüssel ist eine der wichtigsten Stellschrauben für einen reibungslosen Praxisbetrieb und die langfristige Gesundheit des Praxisteams.


Quellen: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Praxisbarometer Digitalisierung (2024); Stiftung Gesundheit, Arztpraxis-Monitor (2024).

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