Ab 2026 werden die gesetzlichen Pflegegeldleistungen um rund fünf Prozent angehoben, schließen aber weiterhin nicht die tatsächlichen Eigenanteile in Pflegeheimen, die im Schnitt über 2.500 Euro monatlich liegen. Das Pflegetagegeld bietet dabei gegenüber der Pflegekostenversicherung den Vorteil der flexiblen Verwendung ohne Kostennachweise.

Hintergrund

Beim Pflegetagegeld zahlt die Versicherung einen festen Betrag je Pflegetag, unabhängig von den tatsächlich entstehenden Kosten. Die Pflegekostenversicherung dagegen erstattet belegte Ausgaben bis zu einer vereinbarten Obergrenze. Für Ärzte, die sowohl eigene Vorsorge als auch die Absicherung von Angehörigen planen, ist das Pflegetagegeld oft flexibler, da der Auszahlungsbetrag auch für informelle Pflege genutzt werden kann.

Wann gilt das nicht?

Bei sehr hohen Pflegekosten in stationären Einrichtungen kann eine Pflegekostenversicherung mit ausreichend hoher Versicherungssumme günstiger sein. Für Personen, die ausschließlich ambulante Pflege erwarten, sollten beide Varianten individuell durchgerechnet werden.

Ärzteversichert informiert Ärzte über die verschiedenen Möglichkeiten der Pflegeabsicherung und hilft dabei, die passende Lösung für die persönliche Situation zu finden.

Das Pflegetagegeld ist 2026 für die meisten Ärzte die flexiblere Wahl, da es keine Kostennachweise verlangt und auch für häusliche Pflege durch Angehörige verwendet werden kann.


Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, Pflegereform 2025; Verbraucherzentrale Bundesverband, Ratgeber Pflegeversicherung (2025).

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