Ab 2026 haben pflegende Angehörige Anspruch auf bis zu vier kostenlose Pflegeberatungsgespräche pro Jahr nach §7a SGB XI, die erstmals auch per Videosprechstunde in Anspruch genommen werden können. Das erleichtert Ärzten als pflegenden Angehörigen die Beratung, da sie nicht extra Wege auf sich nehmen müssen.

Hintergrund

Die Pflegeberatung durch von der Pflegekasse beauftragte Berater hilft dabei, den individuellen Pflegebedarf einzuschätzen, geeignete Leistungen zu kombinieren und Versorgunglücken zu schließen. Bisher war die Beratung auf zwei Gespräche begrenzt und oft nur in Präsenz möglich, was Berufstätige von der Nutzung abhielt. Die Erweiterung 2026 soll die Inanspruchnahme deutlich steigern.

Wann gilt das nicht?

Privatversicherte sind über ihre private Pflegepflichtversicherung abgesichert, die eigene Beratungsleistungen anbietet, die sich von den GKV-Angeboten unterscheiden. Ärzte in PKV sollten daher zuerst bei ihrer Versicherung anfragen, welche Beratungsleistungen inklusive sind.

Ärzteversichert informiert PKV-versicherte Ärzte über die Beratungs- und Unterstützungsleistungen ihrer privaten Pflegeversicherung und hilft dabei, alle verfügbaren Angebote zu nutzen.

2026 wird die kostenlose Pflegeberatung für Angehörige auf vier Gespräche pro Jahr ausgeweitet und erstmals digital verfügbar, was besonders berufstätigen Ärzten den Zugang erleichtert.


Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, Pflegereform 2026; GKV-Spitzenverband, Pflegeberatung nach §7a SGB XI (2025).

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