Für Oberärzte lohnt sich die PKV in der Regel, sobald das Bruttogehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: 73.800 Euro) überschreitet, weil dann die GKV-Pflicht entfällt und leistungsstarke PKV-Tarife zu ähnlichen oder günstigeren Konditionen verfügbar sind. Wer als Oberarzt Chefarztbehandlung und Einzelzimmer im Krankenhaus in Anspruch nehmen möchte, spart sich durch eine PKV die sonst fälligen Zuzahlungen.
Hintergrund
Mit dem Karrieresprung zum Oberarzt steigt das Bruttoeinkommen typischerweise auf 90.000 bis 130.000 Euro. In diesem Bereich übersteigt der GKV-Höchstbeitrag häufig den Beitrag eines vergleichbaren PKV-Tarifs. Hinzu kommt der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung, der in der PKV bis zu halben Höhe des GKV-Höchstbeitrags erstattet wird und die Nettobelastung deutlich senkt.
Wann gilt das nicht?
Oberärzte mit Kindern oder einem nicht berufstätigen Ehepartner sollten die Gesamtfamilienkosten einbeziehen: In der PKV zahlt jedes Familienmitglied eigene Beiträge, während die GKV beitragsfreie Mitversicherung anbietet. Nach dem 55. Lebensjahr ist ein Wechsel zurück in die GKV als Angestellter praktisch ausgeschlossen.
Ärzteversichert vergleicht für Oberärzte individuelle PKV-Tarife und berechnet, welche Option langfristig wirtschaftlicher und leistungsstärker ist.
Oberärzte mit Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze profitieren in der PKV oft von besseren Leistungen bei ähnlichem oder niedrigerem Beitrag. Der Arbeitgeberzuschuss und die Familienstruktur sind bei der Entscheidung entscheidend.
Quellen: Sozialgesetzbuch V §6 (Versicherungsfreiheit); PKV-Verband, Rechenschaftsbericht 2024; Deutsche Krankenhausgesellschaft, Gehaltsreport 2024.
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